Gedanken über Thunderbolt: Erster ExpressCard/34 Adapter

Gedanken über Thunderbolt: Erster ExpressCard/34 Adapter

Seit in den 15″ MacBook Modellen die ExpressCard/34 Schnittstelle mit dem SD Kartenleser ersetzt wurde, fielen sämtliche im Probereich liegenden Anwendungen flach. Nutzer von Audiointerfaces, Videocapturekarten, RAID Festplatten und eSATA Festplatten wurden gezwungen auf das unhandliche 17″ MacBook oder den PC umzusteigen. Erst nach Jahren nahm Apple die negative Resonanz wahr und verbaute in die letzte Generation der Macintosh Geräte die von Intel neuentwickelte Light Peak Schnittstelle unter dem Namen Thunderbolt. Dieser Anschluss ist mit 10 GBit pro Sekunde schnell genug für externe Grafikkarten und Festplatten, doch nach einem knappen Dreiviertel Jahr Marktexistenz bestehen, bis auf wenige und auch noch überteuerte Hardware, kaum Nutzungsmöglichkeiten.

Der Markt bewegt sich langsam und nachdem Apple im Juli die ersten CinemaDispays und Lacie eine Festplatte mit der Thunderbolt Technologie nachgerüstet haben, erscheinen nun auch von weniger namhaften Herstellern erste Geräte. Neuerdings bin ich auf den ersten Thunderbolt Adapter gestoßen. Das Kalifornische Unternehmen Sonnet biet auf ihrer Homepage einen Thunderbolt zu ExpressCard/34 Adapter an. Auch wenn die Auslieferung des Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter erst am 30. November beginnen soll, ist es endlich ein Lichtblick für alle Anwendungen, die den 15″ Macbook Nutzern seit Jahren verwehrt waren.

Der Adapter ist PCI Express 2.0 1 x kompatibel und mit 5 GBit pro Sekunde für gängige Geräte, wie Videocapturekarten, Audiointerfaces und die meisten RAID Controller geeignet. Interessant für den VJ-Bereich finde ich die Nutzung des Adapters in Kombination mit eSATA oder USB 3.0 Steckkarten um externe Festplatten zu betreiben. Doch wer ernstfach überlegt diesen Adapter bereits jetzt schon zu bestellen, sollte sich Gedanken machen wie das Videobild aus dem MacBook zum Ausgabegerät kommt. Die einzige Thunderbolt Schnittstelle am MacBook ist gleichzeitig der externe Monitoranschluss. Die Technologie erlaubt zwar das Durchschleifen von Geräten, jedoch ist dies (derzeit) von den benutzten Geräten abhängig. Der Adapter ist ein Endgerät und bietet keine zusätzlichen Thunderbolt Schnittstellen zum Anschließen anderer Geräte an – also muss dieser durch das Ausgabegerät durchgeschliffen werden. Genau hier ist wieder eine Sackgasse, den außer dem Apple CinemaDisplay gibt es derzeit keine anderen Videoausgabegeräte mit zusätzlichen Thunderbolt Schnittstellen.

Also was tun?

Die Implementierung von USB und Firewire in Peripheriegeräte hat mehrere Jahre gedauert, daher ist es nach der acht monatiger Einführung des Thunderbolts überhaupt nicht wunderlich Geräte zu missen. Die interessantere Frage ist, ob sich Thunderbolt gegenüber USB 3.0 behaupten kann. Die Unterschiede sind abgesehen von der doppelten Datentransfererate (5GBit/s bei USB 3.0) und der Nutzung einer Schnittstelle für alle Peripheriegeräte nicht so riesig. Falls sich Thunderbolt etablieren wird, werden Geräte wie im folgenden Video auch mit der neuen Schnittstelle angeboten werden. Daher ist Abwarten das richtige Motto!

Euer Roman // Armitage.tv

 


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